Verantwortung

 „Der Klassenrat bietet Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten, demokratisches Verhalten zu erlernen, sich selbst bewusst wahrzunehmen und in die Gruppe aktiv einzubringen. Er ist ein wichtiges Instrument zur Vermittlung demokratischer Spielregeln.“
Ruth Andrist, Studienberaterin der Fachhochschule Nordwestschweiz

Seit Einführung der Ganztagsklasse im Schuljahr 2015/2016 ist der Klassenrat in der Stundentafel fest integriert. In dieser regelmäßigen Gesprächsrunde hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich mit seinen konkreten Anliegen einzubringen, mitzudiskutieren und Entscheidungen mitzutreffen. Wichtig ist dabei eine klare Struktur und Rollenverteilung. Zu Beginn der Eingangsstufe (5. und 6. Klasse) liegt die Gesprächsleitung noch vermehrt beim Lehrer. Wöchentlich wechselnde Dienste sind aber an die Schüler verteilt. Die Moderation übernimmt - zusammen mit dem Lehrer als Unterstützer - derjenige, der das Anliegen im Klassenrat eingebracht hat. Der Regelwächter achtet auf die Einhaltung der Gesprächsregeln im Sitzkreis. Die Reihenfolge der Wortmeldungen wird durch die Rednerliste bestimmt. Ein Schüler schreibt die Namen der Schüler nacheinander auf, die zu dem Thema etwas beitragen wollen. In einem Kurzprotokoll werden alle wichtigen Ergebnisse festgehalten und am Ende an die Klassenratstafel gehängt, so dass jeder die Beschlüsse nochmals nachlesen kann. Im Laufe der Zeit soll die Hauptverantwortung immer mehr zu den Schülern übergehen, so dass in den höheren Klassen der Klassenrat auch ganz ohne Lehrer möglich ist.

Bei der Einführung und Umsetzung spielt an der Eichendorffschule die Jugendsozialarbeit an Schulen eine wichtige Rolle. Durch ihre regelmäßige Teilnahme in den einzelnen Klassen sichert sie die Qualität und eröffnet Zugänge für individuelle Hilfen.

Durch den hohen Grad an Selbstbestimmung unterscheidet sich der Klassenrat von Klasse zu Klasse. In einer liegt der Fokus zeitweise mehr auf Konfliktbewältigung oder Verbesserung des Klassenklimas, in einer anderen steht das eigenverantwortliche Planen und die Mitbestimmung mehr im Vordergrund. So kann der Klassenrat seinen Beitrag dazu leisten, selbst Verantwortung in der Klasse und auch in der Schule zu übernehmen. Dies erfordert Mut, Kreativität und auch die Beharrlichkeit sich immer wieder die Zeit für dieses Instrument des selbstbestimmten Lernens und „Zusammen-Lebens“ zu nehmen.


Das Schülerlogbuch wurde von Lehrern der Eichendorffschule entwickelt (auf der Grundlage bestehender Logbücher), in den fünften Klassen im Jahr 2015 eingeführt, 2016 nach den Erfahrungen des ersten Jahres verändert und moderner gestaltet.

Das Logbuch stellt in der Schule ein positives pädagogisches Instrument dar, das Lerninhalte und Erfolge dokumentiert und Schülern im Erwerb wichtiger Kompetenzen, wie Selbstreflexion und eigener Arbeitseinteilung, unterstützt.

Ein Austausch zwischen Schülern, Eltern und Lehrern ist unkompliziert möglich. Insbesondere in individuellen Logbuchgesprächen steht neben dem inhaltlichen Austausch eine angeleitete Selbstreflexion im Mittelpunkt, die in einer Zielvereinbarung endet. Individuelles Feedback des Lehrers - in der Rolle eines Lerncoaches - begleitet den Schüler somit kontinuierlich. Es erfolgt ein wichtiger Schritt hin zum selbstorganisierten Lernen. Jeder Schüler kann sich entsprechend seiner eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln, um zu einer zielstrebigen, eigenverantwortlichen und demokratischen Persönlichkeit heranzuwachsen.


Nur ein störungsfreier Unterricht kann effektiv und erfolgreich sein. Daher ist es wichtig, auf die Einhaltung der Grundrechte von Schülern und Lehrern in der Schule zu achten:

  • Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht, störungsfrei zu unterrichten.
  • Jeder muss die Rechte der anderen respektieren.

Durch das TrainingsRaum-Konzept als Sozialerziehungskonzept lernen die Schülerinnen und Schüler, dass sie über ihr Verhalten selbst entscheiden und deshalb auch selbst dafür verantwortlich sind. Sie bekommen im TrainingsRaum Zeit und individuelle Unterstützung durch eine Lehrkraft, um ihr Verhalten zu überdenken und Änderungspläne zu erarbeiten. Indem die Eltern als Erziehungsberechtigte in dieses Projekt mit einbezogen werden, wird die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus intensiver. Im Normalfall erfahren so die Eltern vom Fehlverhalten ihrer Kinder frühzeitiger, bevor es zu schulischen Ordnungsmaßnahmen kommt und können schneller reagieren. Das gesamte Kollegium erhofft sich dadurch einen störungsfreieren und damit effektiveren Unterricht an der Eichendorffschule, zum Vorteil und zum Wohle aller Beteiligten.

Das „TrainingsRaum-Konzept“ im schulischen Alltag: Bei einer Störung wird der Schüler zunächst höflich auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Er wird anschließend gefragt, ob er sich im weiteren Unterrichtsverlauf an die geltenden Regeln halten möchte. Beendet er nun die Störung, passiert nichts. Stört der Schüler ein weiteres Mal, so entscheidet er sich dafür, in den Trainingsraum zu gehen. Den versäumten Unterrichtsstoff sowie Hefteinträge und Hausaufgaben muss der Schüler selbstständig nacharbeiten.


Zahlreiche Schüler und Schülerinnen engagieren sich jedes Schuljahr aus nahezu allen Jahrgangsstufen in der SMV, ebenso die drei Schülersprecher.

Zusammen mit den beiden Verbindungslehrern, die aus der gesamten Schülerschaft gewählt werden, und ehrenamtlichen Coaches der Firma Siemens erarbeiten die Schüler im Anfangsworkshop einen Jahresplan mit unterschiedlichen Aktivitäten. Die Geldeinnahmen aus diesen Aktionen werden großenteils an ein Waisenhaus in Südafrika gespendet (EBENEZER HANNAH HOME). Ein Spendenbarometer, im Eingangsbereich der Schule, zeigt allen die erwirtschaftete Summe.

Bei den regelmäßigen Treffen planen und organisieren die Schüler selbstständig die anstehenden Aktionen, erarbeiten Dienstpläne und kümmern sich um einen möglichst reibungslosen Ablauf. Die Coaches und Verbindungslehrer stehen beratend zur Seite.

In den Vollversammlungen berichtet die SMV über ihre Arbeit.

Machen Sie sich hier ein genaueres Bild von ihrer Arbeit im Jahreslauf.


Unser Schulcoach ist auch für unsere TEAMER zuständig.

Unsere TEAMER sind eine Gruppe von Schülern, die sich freiwillig gemeldet haben, um unseren Schulcoach im Konfliktmanagement bzw. im „Streitschlichten“ zu unterstützen.

Sie helfen, die Ordnung in den Pausen aufrecht zu erhalten. Teamer informieren den Schulcoach über Konfliktsituationen und sie deeskalieren in erster Linie auch selbst.

Die Teamer sind seit mehreren Jahren fester und wichtiger Bestandteil unserer Schule und nicht mehr wegzudenken.