Eine Ganztagsschule als zeitgemäßer Bildungsort

Die Eichendorffschule entwickelt sich in den nächsten Jahren systematisch und konsequent zu einer "Ganztagsschule als zeitgemäßer Bildungsort". Im Schuljahr 2020/21 werden ca. 400 Schülerinnen und Schüler in 18 gebundenen Ganztagsklassen gemeinsam lernen und leben.

Das vorliegende Konzept wurde in einem zweijährigen, dialogischen Prozess mit Akteuren der Stadt Erlangen und einer engen Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Pädagogik II der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erarbeitet. Es beschreibt zum einen angemessene Reformen der Schulstruktur wie die Konkurrenzfähigkeit des mittleren Schulabschlusses und zum anderen die Ausrichtung eines systematischen Schulentwicklungsprozesses an der Eichendorffschule.

Ausgehend von der Prämisse, dem Einzelnen gerecht werden zu wollen und die Schule konsequent vom Kind und Jugendlichen aus zu denken, werden Haltungen und Überzeugungen in den fünf Dimensionen von Schule postuliert. Reformen der Schulstruktur liegen nicht in der Hand der Eichendorffschule, der innere Reformprozess sehr wohl.

Das Konzept wird als Grundsatzprogramm verstanden, an dem sich die konkreten Schritte der Unterrichts- Organisations- und Personalentwicklung orientieren. Die Eichendorffschule möchte sich als weiterführende Schule der Sekundarstufe I zu einer attraktiven dritten Alternative in der Bildungsregion Erlangens weiterentwickeln.


Die Entwicklung zu einer "Ganztagsschule als zeitgemäßer Bildungsort" vollzieht sich in verschiedenen Bereichen und über einen mehrjährigen Zeitraum.

Die vorliegende Konzeption entstand auf Anregung des Referenten für Bildung, Kultur und Jugend der Stadt Erlangen. Sie beschreibt für acht Arbeitsfelder die Ausgangslage, die Ziele und die daraus resultierenden Aufgaben für die zuständigen Akteure der Schulaufsicht, des Sachaufwands und der Schule.

Die erste Fassung der Konzeption wurde den Verantwortlichen des Schulverwaltungsamtes, des Gebäudemanagements der Stadt Erlangen und der Schulaufsicht im Februar 2015 vorgelegt, also ein halbes Jahr vor dem Einstieg in die "Ganztagsschule als zeitgemäßer Bildungsort". Sie wird zu Beginn eines jeden Schuljahres aktualisiert und liegt nun in der dritten Fassung vor.

Die Konzeption befasst sich besonders mit den Sichtstrukturen von Schule. Es geht um Fragen und Weichenstellungen im Schulverbund, um Räume und Ausstattung oder Organisation der Schule. Sie wird in den nächsten Monaten durch eine Konzeption zum Unterricht ergänzt werden.


  • Wissen neu lernen
  • Potenziale entfalten
  • Herausforderungen meistern
  • zusammen leben

"Eine Schule, der es gelingt, wirksame und verantwortungsvolle Bildungsgelegenheiten für ihre Lernenden zu ermöglichen, und gleichzeitig eine Schulkultur eröffnet, innerhalb derer die Schüler sich wohl fühlen, kann als "gute Schule" bezeichnet werden, wenn sie die gesellschaftspolitischen Anforderungen auf dem Weg in eine gesellschaftlich humane, ökologisch organisierte, multikulturelle und demokratisierte Zukunft wahrnimmt und hierfür Lösungen findet." (Klaus Moegling, Was sind gute Schulen?, 2016).

Die Eichendorffschule möchte eine solche "gute Schule" werden und im Jahr 2025 die beste, als Gewinnerin des Deutschen Schulpreises. Unser umfassendes Bildungskonzept lehnt sich an den besten Schulen Deutschlands an und umfasst vier Bildungsbausteine. Es wurde von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Prädikat FAU Schule innovativ ausgezeichnet. Unsere Broschüre gibt einen Überblick über das Bildungskonzept.